Offener Männerabend

für alle interessierten Männer

von Oktober bis Mai einmal monatlich, freitags um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Dettingen

Ansprechpartner: Hans Eugen Häcker (Tel. 07324/983280), Günther Pfister, Albert Mailänder

Das war das Programm 2018/19

13. Oktober 2018  "Luther und Antisemitismus", mit Pfarrer Armin Leibold, Schnaitheim
               
16. November 2018    "Photovoltaik - eine Einführung und der Weg zur dritten Generation Solarzellen", mit Michael Bauer aus Bolheim

14. Dezember 2018   Adventsabend, mit Pfr. Ritsch, Dettingen
   
11. Januar 2019     "Menschen - der größte Reichtum Südafrikas", mit Karl Schneider

15. Februar 2019   "Die Kunst des Alterns" , mit Uwe Meinhardt
   
15. März 2018    "Peter Rosegger - ein frommes und freies Leben. Der österreichische Schriftsteller und seine Werke", mit Pfr. Harald Röser
       
12. April 2018    "Verkündete Mohammed unseren Gott?", mit Reinhard Hosemann, Anhausen          

10. Mai 2018     Besichtigung des Zeissmuseums mit Führung, 14 Uhr



Geschichte der Gruppe

Besichtigung des Zeiss-Museums im Mai 2019

Besichtigung des Zeiss-Museums im Mai 2019

Seit 1992 treffen sich Männer jeweils monatlich am Freitagabend zu interessanten Themen und Gesprächen. Der Wunsch, sich zu treffen, kam damals von der tatkräftigen Mannschaft, die den neuen Kirchenboden verlegt hatte und vier Jahre später bei  der Kirchen-Innenrenovierung, Heizungserneuerung und der Änderung der Gesangbuchablagen eifrig schafften. Pfarrer Walter Harter übernahm damals die Leitung und Organisation der neu gegründeten Gruppe „Offener Männerabend“.

Die Themen der „Offenen Abende“ sind breit gefächert und umfassen Glaubensfragen, gesellschaftliche, politische, kommunale und technische Themen. Auch Biographien von herausragenden Persönlichkeiten werden teilweise von Teilnehmern, Gästen oder kundigen Referenten anschaulich dargeboten. Dabei geht es nicht „trocken“ zu. Es wird auch eingeschenkt. Fragen und Beiträge sind willkommen und erwünscht. Nach dem Abendlied, Gebet und Segen ist noch genügend Raum für gegenseitigen Austausch. Zum Abschluss des Jahresprogramms im Sommer gehört eine Betriebsbesichtigung, die Einblicke in Produktionsweisen und das Können der Belegschaft vermitteln.                                 

Die Veranstaltungen finden jeweils von Oktober bis Mai statt. Über den Albboten, die Abkündigung im Gottesdienst und über Email erfolgt die Einladung.

Nach dem Pfarrerwechsel 1997 übernahmen Kurt Mast und Hans Eberhardt für viele Jahre die Leitung und Organisation, somit war das weitere Bestehen der Gruppe gesichert. Seit einigen Jahren wird die Gruppe von Dreierteams geleitet und organisiert.

Wir laden ganz herzlich alle interessierten Männer jeden Alters zum „Offenen Männerabend“ ein. Das Organisationsteam würde sich sehr freuen, wenn unsere Gruppe Zuwachs bekommen würde.

Vortrag "Albuch für Anfänger und Fortgeschrittene"

Dettingen am Albuch: Keineswegs siedlungsfeindlich.


Pfarrer i.R. Walter Starzmann, Heimatforscher und Alb-Guide aus Leidenschaft, entrollte am Freitag im Gemeindehaus die Kopie einer 1800 Jahre alten römischen Straßenkarte und ließ die Männerrunde, die sich im Zeichen der Kirche  regelmäßig zu Gesprächsabenden trifft, raten, wo sich die Römer den Standort Dettingen am Albuch vorgestellt haben könnten. Dettingen gab es damals noch nicht, wohl aber einen römischen Veteranen, der nach dem Militärdienst seinen Helm abgegeben hatte und  seine letzten Jahre im Gewann „Zu Rohr“  verbracht haben könnte. Der „Albuch für Anfänger und Fortgeschrittene“ hatte Kurt Mast als Thema für diesen Männerabend vorgegeben und Starzmann  breitete gerne sein geschichtliches Wissen über jenes Waldgebiet aus, das unsere Vorfahren eher mieden. Der Albuch, so der Theologe, sei ein „siedlungsfeindliches Gebiet“ gewesen. Besiedelt habe man ihn nur dann, „wenn es nicht anders ging“. Die vielen verlassenen Höfe, die sog.  Wüstungen, sprächen dafür. Die Pestzeit von 1350 könnte einer der Anlässe für die Umsiedelungen gewesen sein. Dettingen selbst aber war angesichts seiner fruchtbaren Böden und seiner frühen Gründung keineswegs siedlungsfeindlich. Südöstlich der Klifflinie gedieh das Getreide. Ein Starzmann’sches Steckenpferd ist der Zigeunerweg zwischen Gannenweiler und Bartholomä , der einst zwei Herrschaften trennte und für das wandernde Volk deshalb wichtig war, weil man bei Gefahr mit ein paar Schritten im rettenden „Ausland“ war. Anrührend war die Geschichte einer ledigen Kindsmutter, die wie Starzmann berichtete,  einst mit Schimpf und Schande aus dem Dorf gejagt wurde und die auf solche Wege angewiesen war. 1150 wurde im Erdreich von Erpfenhausen eine über 900 Jahre alte Christusfigur gefunden. Starzmann gab eine Nachbildung dieser Figur in Umlauf. Vermutlich habe den kleinen Heiland von Erpfenhausen ein Vorfahr in seiner Hosentasche mit sich getragen. Dem Sinnbild alter Volksfrömmigkeit zu Ehren ließ Kurt Mast die Männer  unter Klavierbegleitung  einen Choral anstimmen.

(Ulrich Bischoff)