Die Martinskirche in Bissingen

Die Martinskirche in Bissingen

Die Martinskirche in Bissingen

Die Martinskirche in Bissingen ob Lontal wurde 1347 erstmals erwähnt. Die den Hl. Georg und Martin geweihte Kirche gelangte über die Herren von Rammingen an das Kloster Königsbronn, dem die Kirche 1383 inkorporiert wurde. Nach der Reformation war der Ort konfessionell geteilt. Der württembergische Teil des Ortes, der den Klöstern Herbrechtingen und Königsbronn gehörte, wurde evangelisch, während der Teil der Herrschaft Riedheim katholisch blieb. Die Anfang des 13. Jahrhunderts als Wehrkirche erbaute Kirche wurde dann simultan genutzt. Dies hatte 1569 Herzog Ulrich von Württemberg geregelt. 1841 erhielt der Ort neben der evangelischen auch eine katholische Pfarrei. Das Simultaneum wurde 1968 durch den Bau der katholischen Hl. Kreuz-Kirche beendet. Seither dient die alte Kirche allein der evangelischen Kirchengemeinde. Sie wurde in den 1970er Jahren renoviert. Dabei wurden im Kirchenschiff Fresken (um 1400) freigelegt und restauriert. Bereits 1963 wurde eine Bornefeld-Orgel eingebaut. Neben der Kirche befindet sich die denkmalgeschützte Pfarrscheuer. Sie wurde 1990 in ein Gemeindehaus umgebaut.