Muttertags-Aktion (Mai 2017)

Am vergangenen Freitag waren alle Mamas ab 10.45 Uhr zu einer „Mutter-Kind-Aktion“ in den Kindergarten eingeladen. Bei schönem Wetter warteten die Kinder schon ganz aufgeregt im Garten und begrüßten ihre Mamas freudig singend mit dem Lied „Schön dass Du da bist, herzlich Willkommen!“ Danach machten alle gemeinsam eine schöne Fantasiereise an einen rauschenden Bach, der sich im Sonnenlicht durch die Landschaft schlängelt, und wo viele wunderschöne Steine zu finden waren – welche sich auf wundersame Weise in den Hosentaschen der Kinder wiederfanden und nun von den Kindern und den Mamas gemeinsam nach Herzenslust bunt bemalt werden durften. Während die fertigen Kunstwerke in der Sonne trockneten gab es Raum und Zeit für nette Gespräche und zum Spielen.
Das Wetter hielt, und so konnte auch der zweite Teil der Fantasiereise im Garten stattfinden, und Kinder und Mamas beschenkten sich gegenseitig mit den liebevoll gestalteten Freundschaftssteinen. Nach einem weiteren Lied „Einmal im Jahr ist es so Brauch“ erhielten die Mamas noch eine ganz besondere Liebeserklärung von den Kindern: „Ich lieb dich so fest, wie der Baum Äst, wie der Himmel seine Stern, grad so hab ich Dich gern!“
Alle waren sich einig: das war Spitze!
(Silke Zausch)

Verabschiedung von Rufina Theilacker (Februar 2017)

Am 08.02.17 wurde unsere langjährige Mitarbeiterin Rufina Theilacker in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Fast 36 ½ Jahre war sie im evangelischen Kindergarten in Dettingen tätig, 5 verschiedene Pfarrer hat sie während dieser Zeit als Vorgesetzte kennengelernt.
Im Anschluss an den regulären Gottesdienst fand eine kleine Abschiedsfeier für Frau Theilacker statt. Nach einigen Dankesworten sang sie für die Gemeinde sehr schön den Psalm 121 in ihrer Muttersprache Spanisch. Die Kindergartenkinder sangen „Halte zu mir guter Gott„ und „Vom Anfang bis zum Ende“ für sie und zeigten mit dem Lied „Tengo un amigo que me ama“, dass sie bei Rufina auch ein bisschen Spanisch gelernt haben. Auch zahlreiche  ehemalige Kindergartenkinder kamen, um Frau Theilacker zu verabschieden. Zum Abschluss gab es bei Kaffee und einem leckeren Büffet mit Selbstgebackenem Raum für Begegnung und Gespräche.  
Wir bedanken uns bei Rufina Theilacker ganz herzlich für ihren langjährigen und unermüdlichen Einsatz und wünschen ihr alles Gute für ihren Ruhestand.
(Silke Zausch für den Elternbeirat)

Laternenfest 2016

Das Laternenfest des Dettinger Kindergartens fand dieses Jahr am 09.November statt.
Das Fest begann im Schulhaus mit einer herbstlichen Fantasiereise und einem Lichtertanz. Zur Freude der Kinder gab es dann eine kleine Kinovorstellung inklusive Popcorn: gezeigt wurde die Geschichte der kleinen Feldmaus Frederick. Seine ganze Familie sammelt fleißig Vorräte für den langen Winter, alle helfen mit – nur nicht Frederick! Auf die Frage, warum er nicht helfe offenbart Frederick, dass er Sonnenstrahlen sammle, Farben und Wörter, „denn der Winter ist grau“. Als dann im Winter alle Nüsse und Beeren aufgebraucht sind und die Mäusefamilie friert, wärmt Frederick ihre Herzen und ihre Gedanken mir seinen Vorräten. Und als er sogar ein Gedicht erfindet, sind die Mäuse voller Achtung für Frederick.
Zum guten Schluss tobten sich die Kinder beim fetzigen Bewegungslied „Theo Theo“ nochmal richtig aus, bevor alle wieder in den Kindergarten zurückgingen und sich dort mit einem von den Eltern vorbereiteten Imbiss für das anschließende Laternenlaufen stärkten.
Um 18 Uhr empfingen Eltern, Großeltern und Posaunenchor die strahlenden Laternenläufer im Schulhof zum gemeinsamen Liedersingen. Alle trotzten dem zwischenzeitlich eingesetzten Schneeregen und sangen gemeinsam die Laternen- und Martinslieder. Sonne, Mond und Sterne waren bei diesem ungemütlichen Wetter zwar nicht zu sehen, dafür leuchteten die Laternen und klangen die Stimmen umso heller in die Nacht. Ein Vorschulkind erzählte zusammen mit den Erzieherinnen in einem Sprechspiel die Geschichte vom heiligen St. Martin, und wurde dabei von allen Kindergartenkindern rhythmisch begleitet.
Zum Ausklang hatte der Elternbeirat wie immer für gebackene Martinsgänse, Kinderpunsch und Glühwein gesorgt bis es hieß: „Das Fest ist aus, wir gehen nach Haus, rabimmel, rabammel rabumm“.
(Silke Zausch)

Apfelaktion der Vorschulkinder (November 2016)


Am 4. November 2016 starteten die diesjährigen Vorschulkinder gemeinsam mit einigen Eltern zur gemeinsamen Apfelernte. Bei kühlen 0 Grad und dickem Herbstgrau fuhren wir zu einer Streuobstwiese von Ernst und Helgardt Häckel nach Hausen. Ausgerüstet mit Eimern, Kisten und Säcken starteten die Kinder gleich durch und sammelten die von einem Vater heruntergeschüttelten Äpfel und alles herumliegende gute Obst in ihre Eimer, sodass der mitgebrachte Anhänger in Windeseile gefüllt war. Wir wurden von Herrn Häckel sogar noch mit mehreren Säcken bereits eingesackter Birnen zum Versaften beschenkt.
Nach getaner Arbeit luden Herr und Frau Häckel die Kinder ein, die Tiere des Hofes zu besuchen. Besonders die kleinen Kälbchen hatten es den Kindern angetan. Sie durften den riesigen Mähdrescher besichtigen und sogar den Hoftraktor nach Herzenslust erkunden. Zum Abschluss verzehrten alle ihr mitgebrachtes Vesper im Heulager im geschützten Stadel. Uns allen hat es super gut gefallen und wir bedanken uns bei Herrn und Frau Häckel für Ihre Zeit und das viele leckere gespendete Obst. 
Frisch gestärkt ging es dann zurück nach Dettingen zum Hof der Familie Mack, wo uns bereits Joachim Mack mit seiner teilhistorischen Apfelpresse erwartete – einige Teile der Presse sind bereits 120 Jahre alt. Immer noch voller Energie machten sich die Kinder daran, die vielen Äpfel und Birnen in einer drehbaren Waschtrommel ordentlich zu reinigen. Anschließend wurde das Obst gemahlen und gepresst. Alle Anwesenden halfen fleißig mit, und so konnten wir uns schon nach relativ kurzer Zeit den frischen Süßmost schmecken lassen. Regina Mack spendierte allen noch eine Runde Punsch zum Aufwärmen. Ein ganz herzliches Dankeschön auch an Herrn und Frau Mack für Ihre Zeit und Gastfreundschaft.
Nach dem Erhitzen wurde der Saft in Boxen von fünf Litern abgefüllt und jedes der kleinen fleißigen Helferlein erhielt eines dieser Saftpakete. Der übrige Saft ist für den Kindergarten bestimmt.
Alle waren sich einig: das war ein tolles Erlebnis, alle hatten ganz viel Spaß und haben nebenbei auch noch viel gelernt. 
(Silke Zausch)

Familiengottesdienst zum Erntedankfest 2016


Der Erntedankgottesdienst am 02.Oktober 2016 stand dieses Jahr unter dem Motto „Teilen“ und wurde wie gewohnt von den Kindern des Dettinger Kindergartens und ihren Erzieherinnen mitgestaltet. Mit viel Begeisterung sangen sie das Lied "Als Jesus in der Wüste war" und veranschaulichten, wie bereits Jesus durch Teilen dafür sorgte, dass alle Menschen genug zu essen hatten.
Als besonderen Gast begrüßte Pfarrer Sedlak Herrn Jürgen Burst vom Kinderwerk Lima. Herr Burst berichtete am Beispiel des Jungen Maicol vom Alltag der armen Kinder in Lima, der Hauptstadt Perus, und zeigte mit einer Diashow eindrucksvoll, dass es für viele arme Kinder auf dieser Welt nicht selbstverständlich ist, eine regelmäßige Mahlzeit zu haben, und wie dankbar sie für die Unterstützung durch das Kinderwerk Lima sind. Die Kindergartenkinder zeigten ihre Verbundenheit mit dem spanisch gesungenen Lied "Tengo un amigo que me ama", welches dann gemeinsam mit der Gemeinde gesungen wurde. Die Kinder konnten nicht nur den Text fehlerfrei singen, sie wussten auch genau, was der Text auf Deutsch bedeutet. Im Anschluss erhielten die Kinder je eine kleine Tasse Milch, genauso wie die Kinder in Lima sie morgens erhalten.
Die Vorschulkinder hatten noch einen besonderen Beitrag: sie trugen vor, wofür sie besonders dankbar sind: Oma und Opa, die beste Freundin, die Kirche, die Sonne, und noch vieles, vieles mehr. Auch die Erzieherinnen erhielten von Pfarrer Sedlak zum Dank für ihre Arbeit Blumen überreicht. Zum Abschluss des gelungenen Gottesdienstes erhielten alle Kinder und Besucher selbstgebackene kleine Brötchen.
(Silke Zausch)

 
 

Die Kindergartenkinder trotzten dem regnerischen Wetter (Juni 2016)

Am 3. Juni 2016 stand die Vater-Kind-Aktion im Kindergarten in Dettingen auf dem Programm. Die Kindergartenkinder trafen sich in Begleitung des Vaters, eines Opas oder eines Onkels um 15.00 Uhr im Kindergarten. Zunächst unterhielt Herr Sedlak die Kleinen und auch die Großen mit einer Zaubervorführung. Dann wurde gemeinsam ein Frisbee gestaltet und im Garten sofort getestet.
Um 16.45 Uhr war ein Essen mit den restlichen Familienmitgliedern auf dem Schulhof geplant. Wegen des schlechten Wetters wurde dann das Buffet kurzerhand im Kindergarten aufgebaut. Die Köstlichkeiten dafür wurden von den Familien geliefert. In den Gruppenräumen saß man dann beisammen zum gemeinsamen Essen und Plaudern.
Eine gelungene Aktion!

(Kathrin Hauffe)

Im Spatzennest darf es ab jetzt laut werden (April 2016)

In Eigeninitiative haben die Väter von drei Kindergartenkindern den Krippenraum der Spatzenkinder gegen Schall und Lärm gedämmt.
Die Spatzenkinder sind vor einiger Zeit ins Gebäude der Grundschule umgezogen. Dieser Raum war bisher nicht gegen Lärm gedämmt. Nun haben die Väter eigenständig das notwendige Material für den Schallschutz beschafft, die Gemeinde Gerstetten hat es bezahlt. An einem Freitag haben dann die fleißigen Männer das Material nachmittags an der Decke des Gruppenraumes angebracht.

Dafür ein herzliches "DANKE" von den Kindern und dem Kindergartenteam an Thomas Kramer, Christian Mailänder und Nico Hensel und alle weiteren Helfer.
(Kathrin Hauffe)

Familiengottesdienst am 6. März 2016: Lachende Hände

Was machen unsere Hände?
Mit dieser Frage haben sich die Kindergarten-Kinder mit ihren Erzieherinnen beschäftigt. Die Antworten haben sie dann am 6. März 2016 im Familiengottesdienst dargestellt.
Unsere Hände machen das, was ihnen Herz und Gehirn vorgeben: Sie machen Gutes, Liebevolles, Lustiges, sie helfen, sie streicheln, aber sie machen auch Schlechtes und Böses.
Dieses ganze Spektrum haben die Kinder durch Lieder und Gebete dargestellt.
Jedes Kind hatte auf einer Handinnenseite ein lachendes Gesicht aufgemalt, das die Kinder den Gottesdienstbesuchern präsentiert haben.
Hoffen wir auf ein friedvolles Miteinander, damit unsere Hände Gutes tun und lachend um sich blicken können.
Eine helfende Hand hat auch die Hauptrolle in einer Geschichte von vier Jungen, die einen breiten Graben überqueren mussten, gespielt. Hilfe und Trost handgreiflich zu spüren, tut gut. Wer sich von Gott gehalten und getröstet weiß, kann auch anderen helfen und sie trösten. Am Ausgang gab es für jeden eine Postkarte, auf der viele Kinderhände und ein Segenszuspruch zu sehen waren.

Es leuchtete in Dettingen


Am 11. November leuchtete es in einigen Straßen Dettingens. Der Evangelische Kindergarten machte sein Laternenfest und die Kinder spazierten in Gruppen mit ihren selbst gemachten Laternen durch das Dorf.
Bei der Rückkehr zum Kindergarten wurden sie von ihren Familien und dem Posaunenchor erwartet. Gemeinsam wurden Lieder gesungen und die Geschichte des Heiligen Martin wurde vorgelesen, darstellerisch untermalt durch Schattenbilder. Zum Abschluss verkaufte der Elternbeirat Martinsgänse aus Hefeteig, dazu Glühwein und alkoholfreien Punsch.
Aber dieses Jahr leuchteten nicht nur die Laternen. Auch die Kinder "leuchteten" dank der Sicherheitswesten, die zu diesem Anlass eingeweiht wurden. Diese Westen wurden von vier Familien für den Kindergarten gespendet. Sie verbleiben im Kindergarten und kommen dann an Waldtagen, Spaziergängen und diversen Veranstaltungen zum Einsatz. Dafür ein herzliches "Dankeschön"!
(Kathrin Hauffe)

Neue T-Shirts für die Kindergartenkinder (Juni 2015)

Rechtzeitig zum Kinderfest erhielten die Kinder und die Erzieherinnen des Dettinger Kindergartens ein schönes Geschenk von der Firma sdt.net AG:  Alle bekamen weiße T-Shirts mit dem Logo des Kindergartens auf der Rückseite, die im Festzug und bei den Aufführungen beim Kinderfest am vergangenen Samstag bereits gute Dienste leisteten. Wie man sieht machen die Trägerinnen und Träger der T-Shirts damit von allen Seiten betrachtet eine gute Figur. Herzlichen Dank dafür an sdt.net von Kindern, Erzieherinnen und Eltern!
(Stephan Seybold)

Familiengottesdienst mit dem Thema „Zachäus“ (März 2015)

Am Sonntag, den 15.03.2015 fand in der Peterskirche ein Familiengottesdienst mit dem Thema „Zachäus“ statt. Als Willkommensgeschenk erhielten alle einen Goldtaler geschenkt, aber wie sich sogleich herausstellen sollte, war es an diesem Tag nicht ganz einfach, in die Kirche zu gelangen. Denn direkt am Eingang standen zwei grimmige Zöllner, die einem nur Einlass gewährten, wenn man seinen soeben erhaltenen Taler wieder abgab. Das war die gelungene Einstimmung auf den folgenden Gottesdienst, den Frau Pfarrerin Sedlak und die Mitarbeiterinnen des Evangelischen Kindergartens Dettingen wunderbar vorbereitet haben. Die Kindergartenkinder trugen mit einem selbstgestalteten Baum aus Handabdrücken, tollen Liedern zum Thema „Zachäus“ und der musikalischen Unterstützung durch die Kirchenband zu einem durchweg gelungenen, schönen und fröhlichen Gottesdienst bei. Am Ende waren die Zöllner geläutert und den Anwesenden wieder freundlich gesonnen, so dass jeder beim Verlassen der Kirche einen Goldtaler zurückerhielt!
Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben.

Zwei neue Vierbeiner für den Kindergarten (November 2014)

Seit kurzem können die Dettinger Kindergartenkinder auf und mit zwei weiteren Holztieren reiten und spielen. Horst Wöhrle, der sich im Rahmen der Aktion "Helfende Engel" der Kirchengemeinde auch für den Kindergarten engagiert, hat ein kleines Pony und ein großes Pferd gebaut, die bei den Kleinen, wie man sieht, gut ankommen. Herzlichen Dank dafür von Kindern, Erzieherinnen und Elternbeirat!
(Stephan Seybold)

 

 

 

 

Laternenfest im Kindergarten (11.11.2014)

Das Laternenfest der Dettinger Kindergartenkinder fand dieses Jahr wieder am 11. November, dem Martinstag, statt. Es begann in der Schule, wo die Kinder spielten und die Erzieherinnen Geschichten erzählten, bevor sich alle bei einsetzender Dunkelheit mit den Laternen auf den Weg machten. Um 18.00 Uhr stießen die Eltern und Großeltern der Kleinen dazu, um mit Begleitung des Posaunenchors auf dem Schulhof gemeinsam Laternenlieder zu singen. Pfarrer Sedlak und die Erzieherinnen veranschaulichten mit der Geschichte vom Schuster Martin die Botschaft des Martinsfestes. Martin liest eines Abends in der Bibel vom reichen Kaufmann, der Jesus zu sich eingeladen hat. Der Schuster überlegt, wie er sich verhalten würde, wenn Jesus ihn besuchen würde. Tags darauf teilt Martin das Wenige, was er hat, mit scheinbar zufällig vorbeikommenden Menschen: Er bewirtet einen Straßenkehrer mit Tee und gibt einer Frau mit einem kleinen Kind sein Mittagessen, seinen Mantel und Geld. Außerdem schlichtet der Schuster den Streit zwischen einer Marktfrau und einem Jungen, der einen Apfel gestohlen hat. Erst am Abend wird Martin klar, dass Jesus in Gestalt dieser Menschen tatsächlich zu ihm gekommen ist und er durch seine Hilfsbereitschaft gegenüber scheinbar Fremden Jesus bei sich aufgenommen hat. Nach dem Lied "Weißt du wie viel Sternlein stehen" klang des Laternenfest am Stand des Elternbeirats mit Kinderpunsch, Glühwein und Martinsgänsen aus Hefeteig gemütlich aus.
(Stephan Seybold)

Apfelaktion der Vorschulkinder

Am 2. Oktober trafen sich die neuen Vorschulkinder des Dettinger Kindergartens zu ihrem ersten gruppenübergreifenden Projekt. Bei strahlendem Herbstwetter ging es mit drei Erzieherinnen zur Streuobstwiese neben dem Außenplatz des Reitvereins. Hier stand alles bereit, was man zur Apfelernte braucht: Leitern, Haken, Planen, Körbe, Eimer, Kisten und Säcke zum Schütteln und Sammeln der Äpfel. Ein Papa, der das Schütteln übernommen hatte, erklärte den Kindern zunächst, dass für guten Saft nur gutes Obst in Frage kommt und faule Früchte aussortiert werden müssen. Dann gingen die Kleinen mit großem Eifer ans Werk. Sie sammelten im Rekordtempo Korb für Korb, so dass die Erzieherinnen mit dem Einsacken und der Papa mit dem Schütteln kaum nachkamen. Die Kinder hatten jedes Mal einen Riesenspaß, wenn neue Äpfel von den übervollen Bäumen prasselten und sammelten sie im Handumdrehen auf. Nach zwei Stunden, unterbrochen von einer wohlverdienten Vesperpause auf der Wiese, waren drei Apfelbäume abgeerntet und alle Säcke und Kisten gefüllt. Gestärkt von einem Becher Apfelsaft verabschiedete sich die Gruppe mit dem Lied vom Apfelbaum von der Obstwiese und marschierte zurück zum Kindergarten.

Am nächsten Morgen wurden die Äpfel in die Falkensteiner Straße gebracht. Dort war die Saftpresse aufgebaut, die alteingesessene Dettinger noch aus der Zeit kennen, als sie am früheren Standort der Raiffeisenbank neben dem ehemaligen Gasthaus Hirsch im Einsatz war. Mittlerweile gehört sie Familie Maier, die sich freundlicherweise bereit erklärt hatte, auch die Äpfel des Kindergartens zu versaften und abzufüllen. Zahlreiche Vorschulkinder und ihre Eltern schauten zu, wie die Früchte in dieser Anlage gewaschen, gemahlen und gepresst wurden und ließen sich den frischen Süßmost schmecken. Nach dem Erhitzen wurde der Saft in Boxen von fünf und zehn Litern abgefüllt. Davon erhält jedes  Vorschulkind ein kleines Saftpaket, die großen sind für den Kindergarten bestimmt.

Die Erzieherinnen und der Elternbeirat möchten sich bei allen bedanken, die den Vorschulkindern diese lehr- und erlebnisreiche Aktion ermöglicht haben, insbesondere bei Familie Maier für das Mosten!
(Stephan Seybold)



Erntedankfest 2014

Den Erntedankgottesdienst am 5. Oktober gestalteten wie jedes Jahr die Kinder des Dettinger Kindergartens und ihre Erzieherinnen mit. Hinter den Gaben des Erntedankaltars leuchteten von den Kindern bemalte großformatige Leinwände in den Regenbogenfarben, welche auch die Kinder  mit T-Shirts in gelb, rot, orange, grün, blau und violett trugen. Mit dem Lied Der Regenbogen steigt jetzt auf veranschaulichten die Kinder, wo jede einzelne Farbe in der Natur vorkommt, welche Bedeutung sie für uns hat und dass das Zusammenspiel dieser Farben im Regenbogen ein Zeichen der Hoffnung und des Neubeginns ist. Die Kinder erhielten großen Applaus für ihre  Darbietung. Viel Beifall gab es auch für die Erzieherinnen, denen Pfarrer Sedlak mit den ersten Marienglockenblumen aus der Glockenblumenaktion im Rahmen des Glockenprojekts für ihre Arbeit dankte.

(Stephan Seybold)

Vater-Kind-Aktion im Kindergarten (2014)

So viele Männer waren wohl noch nie gleichzeitig im Kndergarten, wie bei der Vater-Kind-Aktion, die am Nachmittag des 9. Mai stattfand. Nach der Begrüßung durch Kindergartenleiterin Traudel Wörner hießen die 70 Kindergartenkinder mit einem Lied die Papas als ihre "Champions" willkommen. Dann ging es ans gemeinsame Werken und bald erfüllten rhythmisches Hämmern und das Surren von Bohrern den Außenbereich des Kijndergartens. Da der Muttertag vor der Tür stand, hatten die Erzieherinnen Material vorbereitet, aus dem Väter und Kinder ein Herz für die Mama gestalten und auch gleich als Geschenk verpacken konnten. Nach getaner Arbeit gab es Saitenwürstle satt, Zeit zum Kennenlernen und die Gelegenheit für die Kleinen, den Großen ihr Reich zu zeigen.

Familiengottesdienst "Der gute Hirte" am 30. März 2014


Unter diesem Motto stand der Familiengottesdienst am 30. März, den die Dettinger Kindergartenkinder und ihre Erzieherinnen gestalteten. Mit Liedern und Bewegungen veranschaulichten sie die Geschichte eines Hirten, der alle seine 100 Schafe mit Namen kennt. Die Tiere vertrauen ihm, wenn er sie auf die Weide führt, auch wenn der Weg dorthin beschwerlich ist und über steinige Berge und durch dunkle Täler führt. Als die Herde eines Abends unruhig ist und der Hirte seine Schafe zählt, fehlt eines: Es hat sich von der Herde entfernt und verirrt. Noch in der Nacht zieht der Hirte los, um das Lämmchen zu suchen. Zur besonderen Überraschung der Gottesdienstbesucher und auch der Kinder war es ein echtes, im Februar geborenes Lamm namens Max, das durch den Kirchenraum zurück zu seiner „Herde“ getragen wurde und von allen Kindergartenkindern begrüßt und gestreichelt werden durfte. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied Der Herr ist mein Hirte endete die gelungene und mit viel Beifall bedachte Aufführung. Lämmle Max aber verbrachte die restliche Zeit des Gottesdienstes brav auf dem Arm seiner Besitzerin; lediglich zu Beginn der Fürbitte erinnerte er mit gutem Gespür für das richtige Timing laut und deutlich an seine Anwesenheit.
(Stephan Seybold)

Laternenfest 2013 im Kindergarten

Das Laternenfest der Dettinger Kindergartenkinder fand dieses Jahr zum ersten Mal am 11. November, dem Martinstag, statt. Das Fest begann mit einem Kasperletheater in der Schule. Danach feierten die Kinder und ihre Erzieherinnen im Kindergarten weiter und stärkten sich mit einem von den Eltern vorbereiteten Imbiss für das anschließende Laternenlaufen. Um 18.00 Uhr trafen sie sich mit Eltern, Großeltern und Posaunenchor im Schulhof zum gemeinsamen Liedersingen. Frau Sedlak veranschaulichte mit der Geschichte von den beiden Brüdern, die gemeinsam ein Feld bestellen und die Ernte teilen, die Botschaft des Martinsfestes. Nach dem Singen klang des Laternenfest am Stand des Elternbeirats mit Kinderpunsch, Glühwein und Martinsgänsen aus Hefeteig gemütlich aus.
(Stephan Seybold)

Ein Spielhaus für das Spatzennest

Seit kurzem steht im Gartenbereich des Spatzennestes ein Spielhaus für unsere Kleinsten. Wie bereits beim Aufstellen der Spielgeräte, dem Anlegen des Sandkastens und der Schaffung einer befestigten Fläche für die Spatzenkinder wurde dabei wieder viel  Eigenleistung von Elternbeirat und Eltern erbracht. Einige Väter trugen zunächst den Boden ab und verlegten Gehwegplatten, damit das Häuschen einen stabilen Untergrund erhält. Die gespendete kleine Holzhütte ist gebraucht, aber noch gut erhalten. Mitarbeiter des Bauhofs haben sie bereits mit einem neuen Dach versehen, und mit einem farbigen Anstrich im kommenden Frühjahr wird das Häuschen in neuem Glanz erstrahlen.
(Stephan Seybold)

Kirchweihmarkt 2013

Auch beim vierzigsten Mal war der Verkaufsstand des Kindergartens die zentrale Anlaufstelle auf dem Dettinger Kirchweihmarkt. Zahlreiche Besucher trafen sich im Zehntweg und ließen sich Kuchen, Torten, Flammkuchen und heiße Getränke schmecken. Über 50 Personen bestiegen den Turm der Peterskirche, wo sie mit einem schönen Blick über die herbstliche Alblandschaft und interessanten Ausführungen zu den Glocken sowie zur bevorstehenden Wiederanschaffung der fehlenden vierten Glocke belohnt wurden. Bei der Raubtierfütterung am Dorfbrunnen sorgten viele Kinder mit gezielten Würfen dafür, dass auch der Löwe "Simba" zu seinem Kirchweihessen kam und wie alle Beteiligten den diesjährigen Markt in guter Erinnerung behalten wird. Der Elternbeirat und das Kindergartenteam bedanken sich bei allen Helferinnen und Helfern für die tolle Unterstützung!
(Stephan Seybold)

Kamishibai im Kindergarten

Seit kurzem können unsere Kinder auf neue Art und Weise Geschichten erzählen und erzählt bekommen: Mit Hilfe des aus Japan stammenden Erzähltheaters Kamishibai werden Märchen, Geschichten oder auch Lerninhalte wie Pflanzen und Tiere anhand von Wechselbildern präsentiert. Franz Kretschi hat das Kästchen aus Holz, das mit zwei Klappläden, einem Wechselrahmen und Stützfüßen ausgestattet ist, in seiner Werkstatt "D´r Holzwura" gebaut und zusammen mit einem Kindertisch aus Kirschbaum und anderen schönen Dingen aus Holz dem Kindergarten zu Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!
(Stephan Seybold)

Erntedank 2013

Den Erntedankgottesdienst am 6. Oktober gestalteten wie gewohnt die Kinder des Dettinger Kindergartens und ihre Erzieherinnen mit. Durch das schwungvoll vorgetragene Lied Laudato si, dessen Text auf den Sonnengesang des Franz von Assisi zurückgeht, dankten sie Gott für die Schönheit und den Reichtum der Schöpfung. Einige Kinder trugen vor, was ihnen persönlich wichtig ist und wofür sie besonders dankbar sind - eine gute Anregung für die Erwachsenen, die Dinge aus dem Blickwinkel der Kinder zu sehen und sich auch über vermeintliche Kleinigkeiten zu freuen. Ein Lied über die Vielfalt und den guten Geschmack von Obst und Gemüse, veranschaulicht durch entsprechende Bilder und Gesten, rundete die gelungene, mit viel Applaus bedachte Darbietung ab. Pfarrer Sedlak dankte den Erzieherinnen mit Blumen für ihre Arbeit.

(Stephan Seybold)


Übernachtungsfest der Vorschulkinder

Mit zwei besonderen Highlights begann das Übernachtungsfest der Vorschulkinder. Nach dem Einrichten der Schlafplätze im Kindergarten und dem Gruppenfoto auf dem Spielplatz fuhr der rote Doppeldeckerbus "Sir Winston" vor und brachte Kinder und Erzieherinnen zum Eselsburger Tal. Unter der Anleitung klettererfahrener Eltern konnten die Kleinen große Felsen besteigen und sich von diesen abseilen. Für die meisten Kinder war es die erste Erfahrung mit Klettergurt und Seil - entsprechend stolz waren sie dann auch, diese Herausforderung gemeistert zu haben. Anschließend ging es zurück nach Dettingen, wo im Kindergarten Pizza und Getränke zur wohlverdienten Stärkung bereit standen; dann hieß es ab in die Schlafsäcke. Nach einer für viele ziemlich kurzen Nacht endete das Übernachtungsfest mit einem gemeinsamen Frühstück, und die Eltern konnten ihre nicht ganz ausgeschlafenen, aber glücklichen Kinder zu ungewohnter Stunde am Kindergarten abholen.Ein herzliches Dankeschön an alle, die den Vorschulkindern dieses tolle Erlebnis ermöglicht haben!

Nachruf Hans-Dieter Mangold

Mit tiefer Betroffenheit haben wir vom plötzlichen Tod von Herrn Mangold erfahren.
Die duftenden Blumen, die singenden Vögel, die verschiedenen Bäume mit Laub oder Nadeln, die Rehe, Wildschweine und all die anderen Kreaturen in Wald und Feld – das war der Arbeits-und Lebensbereich von Herrn Mangold. Seine Liebe dazu spürten wir und die Kinder in der fast fünfzehnjährigen Zusammenarbeit deutlich.
Er unterstützte und förderte unser Waldprojekt schon, als es noch in den „Kinderschuhen“ steckte. Daraus entwickelten sich bei uns Mitarbeiterinnen des Ev. Kindergarten Dettingen einerseits Mut, andererseits Sicherheit. Organisatorische oder inhaltliche Herausforderungen wurden schnell ganz klein.
Die Freude im Umgang mit den Kindern stand bei seinen Waldbesuchen stets im Vordergrund. So war es für ihn selbstverständlich, die vielen Kinderfragen durchdacht zu beantworten.
Sein Humor, seine absolute Zuverlässigkeit, sein lösungsorientiertes Denken und Handeln, seine Hilfsbereitschaft und seine Achtung vor allen Kreaturen bleiben uns in sehr guter und angenehmer Erinnerung. Wir denken gerne an die Zusammenarbeit mit Herrn Mangold zurück und sind gleichzeitig dankbar, dass wir ihn als Kooperationspartner hatten.
Seinen Söhnen und Angehörigen gelten unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme.

(Die Mitarbeiterinnen des Evangelischen Kindergartens)

Sommerfest der Sonnengruppe

Am 21. Juni feierten die Kinder der Sonnengruppe mit ihren Eltern und Erzieherinnen ein schönes Sommerfest. Einige Eltern hatten das Gelände um die Kliffhütte oberhalb von Bolheim dafür gut vorbereitet: ein großer Lagerplatz war gemäht, die Feuerstelle hergerichtet, im Wald waren eine Slackline und eine große Schaukel aufgehängt. Nachdem die Kinder den Wald um die Hütte gründlich erkundet und die Spielgeräte ausgiebig genutzt hatten, fanden zahllose Würstchen und Stockbrote dankbare, weil hungrige Abnehmer. Auch vom Obst- und Gemüsebüffet, zu dem alle etwas beigesteuert hatten, war bald nicht mehr viel zu sehen. Mit einem gemeinsamen Lied ging ein gelungener Nachmittag zu Ende, bei dem alles passte, sogar das Wtetter - schließlich feierten ja auch die Sonnenkinder!

Neues Spielhaus für die Sternengruppe

Es steht bereits seit Anfang Mai und wird von den Kindern der Sternengruppe seither rege genutzt: ein großes Spielhaus aus Holz, die lang ersehnte "2. Ebene" für die Sternengruppe. In deren Raum spielte sich bisher alles auf dem Boden ab; jetzt können die Kinder auch eine Ebene darüber spielen und nach den Sternen greifen, während unter der großen Plattform eine Puppen- und Küchenebene entstanden ist. Der Kauf des guten Stücks ging auf eine Initiative des Elternbeirats zurück; finanziert wurde es von der Kirchengemeinde Dettingen, der Gemeinde Gerstetten und nicht zuletzt durch den Kindergarten und die Dettinger selbst, nachdem der Elternbeirat beschlossen hatte, mit den Erlösen aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen beim Dettinger Kirchweihmarkt diese wichtige Anschaffung zu ermöglichen.

Pferdeprojekt der Regenbogengruppe

Im Rahmen ihrer Ausbildung plante und organisierte eine Mitarbeiterin des Kindergartens in den vergangenen Wochen (Frühjahr 2013) für die Kinder der Regenbogengruppe zahlreiche Aktionen und Attraktionen rund um das Thema „Pferd“. Dabei erfuhren die Kinder praktisch, theoretisch, spielerisch und gestalterisch viel über die Pferde und das Reiten. Für das kleine Reitvergnügen zu Hause bastelten alle aus Pferdeköpfen, die ein Großvater zugesägt hatte, ein eigenes Steckenpferd. In einem Pferdestall durften die Kinder zuschauen, wie der Hufschmied einem Pferd neue Hufeisen anpasste. Einige Regenbogenkinder, die bereits in den örtlichen Reitvereinen aktiv sind, führten den anderen vor, wie Reithose, Reitstiefel und Reithelme aussehen. Diese Ausrüstung probierten dann alle bei einem Besuch in der Reithalle aus. Am Führzügel lernten die Kinder und auch die beiden Erzieherinnen auf dem Rücken von Pony Rusty und Kleinpferd Anton das Glück dieser Erde kennen – viele saßen dabei zum ersten Mal auf einem Pferd! Die ganz Mutigen wagten sich sogar auf Apfelschimmel Colin, das größte Pferd im Stall. Höhepunkt des Pferdeprojekts war das Abschlussfest. Es begann für die Kinder und Erzieherinnen mit einer Planwagenfahrt. Kaltblut Domino, gelenkt von einem erfahrenen Kutscher, drehte mit der Gruppe eine Runde durch Dettingen. Danach wurde zusammen mit den Eltern im Kindergarten gefeiert. Die Regenbogenkinder führten einen Pferdetanz auf, trugen ein Pferdelied und ein Pferdegedicht vor und testeten mit einem Quiz, ob auch die Eltern so fit in Sachen Pferdewissen sind wie sie selbst. Für ihren Mut beim Reiten erhielten alle Teilnehmer eine Urkunde. Unter dem Geklapper von Hufeisenstelzen, die ein Vater für den Kindergarten gebaut und mit echten Hufeisen beschlagen hatte, klang das Abschlussfest beim gemeinsamen Grillen gemütlich aus.

Familiengottesdienst mit Noah-Musical am 21. April 2013

Noah, nimm die Axt!
Unter diesem Motto bereicherten die Dettinger Kindergartenkinder und ihre Erzieherinnen am 21. April den Familiengottesdienst und ließen es dabei richtig krachen. Mit musikalischer Unterstützung von Yvonne Zein, Ulrike Mühleisen und dem Posaunenchor erzählten die Kinder mit schwungvollen Liedern und mitreißenden Bewegungen die Geschichte von Noah und der Arche. Unter der Leitung von Hannah Häberle, die die Idee zu diesem Musical hatte, lieferten die Kleinen einen eindrucksvollen Beweis ihrer großen gesanglichen und darstellerischen Fähigkeiten. Zur schönen Kulisse gehörte eine stilisierte Arche, in der alle (Kuschel-) Tiere Platz fanden und auch die langsamen Schnecken vor dem großen Regen noch unterkamen. Liebevoll inszenierte Details wie die Tauben, die nach der Sintflut auf der Suche nach trockenem Land durch den Kirchenraum schwebten, sowie ein prachtvoller Regenbogen, der als Zeichen der Hoffnung und des Neuanfangs die Szene überspannte, rundeten eine durchweg gelungene und mit viel Beifall bedachte Aufführung ab.

(Stephan Seybold)

Vortrag "Vom tieferen Sinn des Spielens" am 6. März 2013 im Gemeindehaus Dettingen

Vor zehn Jahren war er bereits einmal in Dettingen: der Umweltpädagoge Rudolf Hettich, Vorsitzender der Gesellschaft für Natur- und Umwelterziehung in Wißgoldingen. Sein damaliges Referat war die Initialzündung für die Einführung der Waldtage im Dettinger Kindergarten. Diese sind seither von Anfang März bis Ende Oktober fester Bestandteil des Programms und bei Kindern, Erzieherinnen und begleitenden Eltern gleichermaßen beliebt. Im Rahmen eines für alle Interessierten offenen Elternabends war Rudolf Hettich, der seit acht Jahren auch eine Fortbildung zum Naturlehrer am Forstwirtschaftlichen Bildungszentrum Königsbronn anbietet, am Mittwoch, 6. März, wieder in Dettingen zu erleben. Mit einfachen Naturmaterialien im Freien kreative Spiele entwickeln und damit auch etwas für die Entwicklung der körperlichen Motorik tun - dieser umweltpädagogische Grundgedanke Hettichs ist heute aktueller denn je, da immer mehr kindliche Aktivitäten in geschlossenen Räumen stattfinden, die Spiel- und Sportgeräte komplizierter werden und das Medienangebot größer. Wer wissen möchte, wie diesem Rückzug der Kinder aus der Natur begegnet werden kann und welche Bedeutung das für die kindliche Erziehung hat, sollte den Bericht zur Veranstaltung lesen!


Vom tieferen Sinn des Spiels – Rudolf Hettich referierte im Dettinger
Gemeindehaus

 

Der Umweltpädagoge Rudolf Hettich war am 6. März 2013 mit einem interessanten Thema  zu Gast im Dettinger Gemeindehaus. „Vom tieferen Sinn des Spiels“ lautete der Titel seines Vortrags, den er im Rahmen eines offenen Elternabends des Kindergartens hielt.
Hettich ging zunächst auf die Bedeutung der frühkindlichen Entwicklung für den späteren Bildungs- und Lebensweg ein. Dass die entscheidenden Weichen nicht erst in der Schule, sondern bereits im Säuglings-, Kleinkind- und  Vorschulalter gestellt werden, sei spätestens seit den ersten PISA-Studien allen klar. Leider würden daraus aber oft die falschen, weil nicht kindgerechten Konsequenzen gezogen, wenn frühkindliche Bildung sich in Methoden und Zielen viel zu sehr an der schulischen Ausbildung orientiere. „Ein Kindergartenkind muss kein Englisch können“ lautete der erste prägnante Satz Hettichs, dem noch viele weitere folgen sollten.


Kinder bringen alles mit, was sie für ihre weitere Entwicklung brauchen: Sie haben das Bedürfnis, sich zu bewegen, zu spielen, zu sprechen, zu lernen, zu malen, Kontakt mit anderen aufzunehmen und ihre Umgebung mit allen Sinnen zu erfahren. Es gelte lediglich, ein geeignetes Umfeld zu schaffen, in dem sich diese Anlagen entfalten können. 90 Prozent der grundlegenden Fähigkeiten, die ein Mensch im Lauf seines Lebens benötigt, werden in dieser frühkindlichen Phase erworben: „Wir lernen als Kleinkinder laufen und sprechen, nicht als Erwachsene“.


Neben Bewegung und Sprache sei das Spielen von entscheidender Bedeutung. Laut Hettich ist es jedoch nicht egal, wo und womit die Kinder spielen. Die Welt begreifen, also durch die Hände erfahren, könne man nur in der Natur und mit den einfachen Spielmaterialien aus der Natur, mit Stöcken, Steinen, Pflanzen, Wasser, Erde. Hettich nennt diese Form des Spiels Urspiel. „Je einfacher das Spielmaterial, desto kreativer ist das Spiel und desto kreativer wird das Kind wachsen.“ Auch die physikalischen Gesetze erfahre ein Kind am elementarsten, da am eigenen Leib, durch Bewegung in der Natur. Auf Bäume klettern, einen Hang hinabrutschen – um etwas über Schwerkraft oder das Prinzip der Schiefen Ebene zu lernen, brauche es keine theoretischen Experimente, wie sie heute bereits in vielen Kindergärten durchgeführt werden.


Leider machen unsere Kinder immer weniger elementare Erfahrungen. Kindliche Aktivitäten finden zunehmend in geschlossenen Räumen unter Aufsicht von Erwachsenen statt; die Spielgeräte werden von Erwachsenen entwickelt und industriell hergestellt. Auch hier spitzte Hettich seine These zu: „Mit Legosteinen kann man nicht spielen, man kann sie nur benützen." Er habe zwar nichts gegen Lego oder Playmobil, nur dürfe man Kindern die Möglichkeiten des Urspiels nicht vorenthalten, weil dies für die Entwicklung ihrer kreativen Fähigkeiten so wichtig sei.
Hettich machte zwei wesentliche Faktoren aus, weshalb sich das Urspiel auf dem Rückzug befindet. Dass ein Grund die zunehmende Mediennutzung bereits durch Kleinkinder ist, war zu erwarten und allen sofort plausibel. Doch Hettich wäre nicht Hettich, wenn er seinen Zuhörern nicht noch eine etwas sperrigere These mit auf den Heimweg gegeben hätte: auch die immer frühere Mobilität der Kleinkinder durch Fahrzeuge aller Art wie Bobby Car oder Laufrad kanalisiere das Bewegungsverhalten der Kinder und halte sie damit vom Urspiel ab: „Muss ein Kind, das noch nicht mal richtig laufen kann, wirklich schon auf dem Laufrad sitzen?“
Die Kinder Kinder sein lassen, ihnen Zeit für kreative Spiele geben, ihre Entwicklungsstufen abwarten und keine verfrühten Anforderungen an sie stellen – die Botschaft von Rudolf Hettich ist einfach, aber in der Praxis nicht immer leicht umzusetzen. Sie läuft dem Trend, dass Kinder immer früher alles Mögliche können sollen, zuwider. Aber auch Kleinigkeiten sind ein Anfang: Einige Eltern gingen jedenfalls mit dem festen Vorsatz nach Hause, ihre lieben Kleinen ausdrücklich zu loben, wenn sie das nächste Mal durch eine Pfütze hüpfen. Laut Hettich können sie nämlich nicht nur gar nicht anders, sie brauchen das auch für ihre Entwicklung und werden als Erwachsene davon zehren.

(Stephan Seybold)