Offener Männerabend

für alle interessierten Männer

von Oktober bis Mai einmal monatlich, freitags um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Dettingen

Ansprechpartner: Kurt Mast (Tel. 07324/8145), Hans Eugen Häcker (Tel. 07324/983280)

Programm 2017/18

13. Oktober 2017    "Was geschah vor 200 Jahren? Letzte große Hungersnot und
    was das alles auslöste“, mit Pfarrer Armin Leibold, Schnaitheim
               
17. November 2017    "Verfolgte Christen fordern uns heraus", mit Pfr. Zeh, Gerstetten

16. Dezember 2017    Samstag!: Adventsabend, mit Pfr. Ritsch, Dettingen
   
12. Januar 2018     "Pflege ihn - so will ich dir's bezahlen (nach Lukas 10)", mit Herrn Manfred Sennewald, Dettingen
16. Februar 2018  Weltdienst CVJM, mit Herrn Valerian Grupp, Stuttgart
   
16. März 2018    "Erneuerbare Energien", mit Herrn Röhrer, EnBW   
       
 20. April 2018    "Wasserkraft im Wandel der Zeit", mit Herrn Fleck, Dettingen       
       
 Mittwoch, 16. Mai 2018     Besichtigung der Firma Gardena, Heuchlingen 14 Uhr


Vortrag "Albuch für Anfänger und Fortgeschrittene"

Dettingen am Albuch: Keineswegs siedlungsfeindlich.


Pfarrer i.R. Walter Starzmann, Heimatforscher und Alb-Guide aus Leidenschaft, entrollte am Freitag im Gemeindehaus die Kopie einer 1800 Jahre alten römischen Straßenkarte und ließ die Männerrunde, die sich im Zeichen der Kirche  regelmäßig zu Gesprächsabenden trifft, raten, wo sich die Römer den Standort Dettingen am Albuch vorgestellt haben könnten. Dettingen gab es damals noch nicht, wohl aber einen römischen Veteranen, der nach dem Militärdienst seinen Helm abgegeben hatte und  seine letzten Jahre im Gewann „Zu Rohr“  verbracht haben könnte. Der „Albuch für Anfänger und Fortgeschrittene“ hatte Kurt Mast als Thema für diesen Männerabend vorgegeben und Starzmann  breitete gerne sein geschichtliches Wissen über jenes Waldgebiet aus, das unsere Vorfahren eher mieden. Der Albuch, so der Theologe, sei ein „siedlungsfeindliches Gebiet“ gewesen. Besiedelt habe man ihn nur dann, „wenn es nicht anders ging“. Die vielen verlassenen Höfe, die sog.  Wüstungen, sprächen dafür. Die Pestzeit von 1350 könnte einer der Anlässe für die Umsiedelungen gewesen sein. Dettingen selbst aber war angesichts seiner fruchtbaren Böden und seiner frühen Gründung keineswegs siedlungsfeindlich. Südöstlich der Klifflinie gedieh das Getreide. Ein Starzmann’sches Steckenpferd ist der Zigeunerweg zwischen Gannenweiler und Bartholomä , der einst zwei Herrschaften trennte und für das wandernde Volk deshalb wichtig war, weil man bei Gefahr mit ein paar Schritten im rettenden „Ausland“ war. Anrührend war die Geschichte einer ledigen Kindsmutter, die wie Starzmann berichtete,  einst mit Schimpf und Schande aus dem Dorf gejagt wurde und die auf solche Wege angewiesen war. 1150 wurde im Erdreich von Erpfenhausen eine über 900 Jahre alte Christusfigur gefunden. Starzmann gab eine Nachbildung dieser Figur in Umlauf. Vermutlich habe den kleinen Heiland von Erpfenhausen ein Vorfahr in seiner Hosentasche mit sich getragen. Dem Sinnbild alter Volksfrömmigkeit zu Ehren ließ Kurt Mast die Männer  unter Klavierbegleitung  einen Choral anstimmen.

(Ulrich Bischoff)