Osterbotschaft 2017

Osterbotschaft 2016

Gott sei Dank, es gibt Ostern!

Golgatha –
Schauplatz der weltlichen Mächte:

Gelächter der Gnadenlosigkeit,
bei den einen Blicke voller Hohn und Gier
und Herzen voller Niedertracht und Rohheit,
bei den anderen Blicke der Trauer, der Angst und des Entsetzens.
Das aufgerichtete Kreuz sagte:
Es ist aus, aus mit dir, Jesus.
Deine Stimme ist zum Schweigen gebracht,
deine Worte sind versickert,
deine Idee war ein Irrtum,
dein Leben umsonst,
dein Sterben das Ende.

Doch da meldet sich Gott zu Wort.
Majestätisch und radikal greift er
in die Weltgeschichte ein.
Sein Handeln wirbelt alle Pläne und Vorhaben
der Mächtigen der Welt durcheinander. 
Er fegt ihre Pläne vom Tisch.

Ostern –
Schauplatz der göttlichen Macht:

Triumph des Lebens, der Liebe und des Lichts.
Das Blatt hat sich gewendet. Das Kreuz liegt am Boden.
Jesus blieb nicht dem Tod ausgeliefert. Das Grab ist leer.
Die Macht des Todes ist zerstört. Jesus kehrt ins Leben zurück.
Die Worte des Auferstandenen haben Gewicht.
Mit Jesu Auferstehung regieren Leben und Hoffnung.
Mit an der Macht sind Leben und Licht.
Sein Sterben und seine Auferstehung ermöglichen uns
ewige Zukunft bei Gott.

Leben, Liebe Hoffnung und Licht, das braucht
unsere Welt mit ihren unsäglichen Schauplätzen
der Gewalt, der Not und des Elends.

Gott sei Dank, es ist Ostern!

(Liselene Bosch)

 

 

Ostergruß auf dem Dettinger Friedhof: der Morgennebel hat sich im Laufe des Vormittags aufgelöst

Ostergruß auf dem Dettinger Friedhof: der Morgennebel hat sich im Laufe des Vormittags aufgelöst

Osterbotschaft 2015

Jeder weiß um die Lieben, die er betrauert, die er beweint hat, die er auf dem letzten Stück ihres Weges begleitet hat. Wir haben sie aus der Hand gegeben. Wir haben sie in Gottes Hand gelegt und uns verabschiedet.
Wenn wir von Zeit zu Zeit an ihre Ruhestätte treten, legen wir dort gerne eine Blume ab oder zünden ein Licht an. Das heißt, die Verbindung lebt. Und es heißt auch, die Liebe lebt. In Jerusalem legen die Menschen einen Stein auf die Grabplatte als Zeichen, dass sie dagewesen sind.
Mit Ostern wissen wir, dass Gräber nicht verschlossen bleiben. Der Stein von Jesu Grab wurde weggewälzt und das Grab war leer.
Das Schlusswort spricht nicht der Tod. Das Schlusswort spricht Jesus Christus:

Ich war tot und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel der Hölle und des Todes. (Offenbarung 1, 18)

Osterbotschaft 2014


Gottes Liebe triumphiert
und zerbricht die Macht des Todes


Warme, lichte Töne, fast feurige Farben
sieht man auf unserer Osterkarte.
Energiegeladene Pinselstriche voller Dynamik.
Sie weisen schwungvoll nach oben.
Wie eine Blüte, die sich öffnet,
die sich mit Macht entfaltet.
Hoffnungsfroh stimmt das Bild.
Und es ist mitreißend – es will anstecken zur Freude.
Das Ostergeschehen will in unser Leben hineinleuchten,
Kraft und Freude geben, den Blick nach oben richten.
Denn:

Jesu Auferstehung ist der
Triumph Gottes über den Tod.
Jesus ist auferstanden von den Toten!


Diese Nachricht veränderte damals die Menschen
und sie verändert auch noch heute.
Dunkelheit und Schwachheit schwinden –
Licht und Kraft brechen sich Bahn.
Verzagtheit wandelt sich in Zuversicht.
Erschöpfung und Stillstand machen kraftvoller Dynamik Platz.
Strahlendes Licht vertreibt Dunkelheit und Grau.
Gottes Liebe triumphiert und zerbricht die Macht des Todes:
Tod, wo ist dein Stachel?
Hölle, wo ist dein Sieg?
So heißt es in der Bibel im Korintherbrief.
Der Sieg der Hölle ist nicht mehr!
An Ostern wurde er außer Kraft gesetzt.
Denn: An Ostern triumphierte die Liebe Gottes!
Wer Ostern so begreifen kann, wer Auferstehung glaubt,
für den bebt die Erde, für den gerät die Welt ins Wanken,
für den öffnet sich der Blick,
der trägt den Himmel im Herzen.



Osterbotschaft 2013

"Leben" von Eberhard Münch

"Leben" von Eberhard Münch

 

 

 

Das Osterlicht, die wunderschöne Karte „Leben“ von Eberhard Münch und ein Korb voller bunt gefärbter Eier begrüßten am Ostersonntag und Ostermontag die Besucher, die während des Osterfestes zum Friedhof in Dettingen gingen. Jeder und jede war eingeladen, sich eine Karte mit dem dazu gehörenden Text und eines der gefärbten Eier mitzunehmen. Auf diese Weise wollte die Kirchengemeinde die Mut machende Botschaft von Ostern weitergeben. 

Ostern verleiht dem Kreuz eine neue Sprache


Die Kreuze auf dem Friedhof, sie sagen:
Da ist Leben zu Ende gegangen –
oft sagen wir auch heimgegangen,
der Tod ist eingekehrt.

 

Die Kreuze auf den Schlachtfeldern dieser Welt sagen:
Da wurde Leben vernichtet,
zahllos und sinnlos.
Der Tod hat Leben hinweg gerafft.

 

Die Kreuze an unseren Straßenrändern, sie sagen:
Tragisch wurde ein Leben ausgelöscht.
Schmerz, Trauer und Verzweiflung bleiben zurück.

 

Das Kreuz auf Golgatha sagt das auch:
Jesu Leben auf dieser Erde ging zu Ende,
es wurde ausgelöscht, vernichtet.

 

Doch das Kreuz Christi sagt mehr.

 

Ostern verlieh dem Kreuz eine neue Sprache:
Das Kreuz wurde zum Zeichen des Sieges,
es wurde zum Zeichen des Sieges über den Tod,
über die abgrundtiefe Dunkelheit
und Verlorenheit unserer Welt.
An Ostern vor über 2000 Jahren wurde
der Sieg über den Tod ausgefochten.

 

Das Kreuz Christi spricht nun eine neue Sprache.

 

Es sagt: Das Leben fängt jetzt an – ewiges Leben –
strahlend hell – Vorgeschmack auf die Ewigkeit.

 

Denn Jesus Christus spricht:
Ich lebe und ihr sollt auch leben
und alle, die ihr beweint, werden leben.

 

Das ist Grund zum Jubeln.
Grund zum Jubel für Mensch und Natur –
für die ganze Schöpfung.
Die Natur auf der Karte scheint zu jubeln:
Unbändig, dynamisch – jubeln wir mit!

 

Das Kreuz auf der Karte spricht die neue Sprache:
Nicht der Tod hat das letzte Wort –
ewiges Leben, strahlend hell,
leuchtet uns aus der ewigen Heimat entgegen.

(Liselene Bosch)